Heftartikel
IMB Köln 2006 - World of Textile Processing
Vom 10. bis 13. Mai 2006 fand die Weltleitmesse für die Verarbeitung flexibler Materialien statt. Sie brachte eine Trendwende, die Branche schaut wieder nach vorn! Rund 25'000 Fachbesucher aus 115 Ländern, ungefähr 3% mehr als 2003 besuchten die über 600 Aussteller aus 40 verschiedenen Ländern. Auffallend war die deutlich gestiegene Nachfrage aus Osteuropa, darunter vor allem Russland, die Ukraine, Rumänien und Bulgarien, aus der Türkei und dem arabischen Raum, aus Südostasien, aber auch aus Lateinamerika und Südafrika.
Hochtechnologie
Die diesjährige IMB hat sich erfolgreich als Top-Standort für Hochtechnologie für die gesamte Wertschöpfungskette positioniert und stellt damit eine Plattform für die technisch anspruchsvollen Maschinen und für innovative Problemlösungen dar. Aufgrund dieser Positionierung war die Qualifikation der Besucher hoch und damit das Beratungs- Know-how an den Ständen mehr denn je gefragt.
Entwicklungen für Hochlohnländer
Viele der Aussteller besinnen sich wieder auf die Klientel in den Hochlohnländern zurück. So konnten viele Neuentwicklungen ausgemacht werden, welche speziell für Hochlohnländer, respektive auch für kleine Losgrössen konzipiert wurden. Ein deutliches Zeichen, dass die Branche auch hier in Europa immer noch lebt, so nach dem Motto „Totgesagte leben länger“!
Innovationskraft
Mit Genugtuung durften die Fachbesucher feststellen, dass die Firmen ein enormes Entwicklungspotential an den Tag legten, um Neuheiten und Verbesserungen präsentieren zu können. Das war für 71% der Besucher auch das Hauptmotiv, an die Messe zu kommen und 81% waren mit den Entdeckungen zufrieden. Diese Innovationskraft verlangt den Unternehmen einiges ab. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass mehr und mehr Partnerschaften, Fusionen oder ein Zusammengehen zwischen Firmen stattfindet um die mit der Innovation verbundenen Entwicklungskosten tief halten zu können. Dies zeigte sich so wohl im Informatik- wie auch im Maschinenbaubereich.
IMB Forum
Besondere Bedeutung kam dem fachlichen Rahmenprogramm zu. Das gilt vor allem für den sich rasant entwickelnden Bereich IT und Logistik, dem das IMB Forum gewidmet war. Vorträge hochkarätiger Referenten aus Wissenschaft und Industrie deckten ein breites Themenspektrum rund um die Informationstechnologie ab.
Die nächste IMB-Köln World of Textile Processing, findet im Frühjahr 2009 statt.
Stefan Gertsch
Entwicklungen des Baumwollhandels im Internet
Dr. Roland Seidl, Redaktion „mittex“, Wattwil
Im Jahre 2000 schien die schnelle Ausbreitung der Internet-Technologie eine zukunftsreiche Aussicht, die Online-Vermarktung von Baumwolle zu entwickeln, um die Kommunikation und den Zugang zu den Märkten zu verbessern, den Vermarktungsprozess zu beschleunigen und die Overhead-Kosten zu reduzieren. Eine Anzahl von Firmen schoss aus dem Boden, entwickelte und zündete diverse Plattformen im Internet für den B2B (business to business)-Handel von Baumwolle und Textilien.
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ComforSpin Maschine K 44 - Kompaktspinnen mit höchster Flexibilität
Heiner Eberli, Rieter Spun Yarn Systems, Winterthur, CH
Rieter hat die marktführende Position im Kompaktbereich mit der ComforSpin Maschine K 44 (Abb. 1) in den letzten Jahren dank der herausragenden COM4® Garnqualität und bester Energiebilanz der K 44 sukzessive ausgebaut. Bereits an der ITMA Asia 2005 hat Rieter die hohe Flexibilität des ComforSpin Verfahrens unter Beweis gestellt. Integrierte Lösungen und einfache Modifikationen ermöglichen eine Ausweitung der ComforSpin Technologie und die Kreation von neuartigen COM4® Garnen, wie COM4®light, COM4®twin, COM4® mit VARIOspin und COM4®core.
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Verlängerungen von AUTOCORO 312 und AUTOCORO 360 - neue Wege der Kapazitätserhöhung
Waltraud Jansen, Schlafhorst, Zweigniederlassung der Saurer GmbH Co. KG, Mönchengladbach, D
Weltweit produzieren mehr als 1.000 Maschinen der relativ jungen Generation Autocoro 312. Zahlreiche dieser maximal fünf Jahre alten Maschinen haben 312 Spinnstellen. Nun können diese Maschinen verlängert werden und die gleiche Anzahl Spinnstellen erhalten wie der neue Autocoro 360 (Abb. 1). Auf diese Weise erzielen Unternehmen eine bis zu 15prozentige Kapazitätserhöhung, mit der sie flexibel auf ihren Markt reagieren können, und die sich zudem in kürzester Zeit amortisiert.
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BENNINGER Indigo-Färbetechnologie
Michael Coutsicos, BENNINGER AG, Uzwil, CH
Das kontinuierliche Färben von Garn auf Kettschlichtfärbeanlagen mit offenen Färbetrögen wird bereits seit über 20 Jahren praktiziert. Verbesserungen an den offenen Denim-Kettfärbetrögen sind jedoch nur in begrenztem Masse möglich. Unter Berücksichtigung der heutigen wirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen hat BENNINGER ein Verfahren zur Indigo-Färbung in geschlossenen, stickstoffgefluteten Trögen entwickelt und erfolgreich eingeführt. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den wichtigsten Merkmalen und Vorteilen dieser Technologie.
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Kreuzspulentuning mit dem AUTOCORO - mehr Wirtschaftlichkeit in Webereien und Strickereien
Gregor Gebald, Ingenieurbüro für die Textilindustrie, Mönchengladbach, D und Waltraud Jansen, Schlafhorst, Zweigniederlassung der Saurer GmbH Co. KG, Mönchengladbach, D
Mit einem Marktanteil von circa 65 % beweist der Autocoro seit Jahren seine Marktführerschaft bei den automatischen Rotorspinnmaschinen. Diese Position verdankt er auch der Qualität seines Endproduktes, den Kreuzspulen. Garn- und Kreuzspulen sind untrennbar miteinander verbunden. Die beste Garnqualität nützt wenig, wenn die Kreuzspulenqualität die Weiterverarbeitungseigenschaften nachteilig beeinflusst.
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Aufmachungsprozesse für die Schmaltextilien -Industrie
Dr.-Ing. habil. Roland Seidl, Jakob Müller Institute of Narrow Fabrics Frick, CH
Wie in vielen Branchen, so wird auch in der Schmaltextilien-Industrie zunehmend nach kompletten Lösungen für einen integrierten und weitgehend automatisierten Produktionsablauf gesucht. Während der Automatisierungsgrad in den Vorbereitungs-, Flächenherstellungs- und Veredlungsstufen bereits ein hohes Niveau erreicht hat, waren bisher bei der Inspektion sowie bei allen Formen der Aufmachung noch Defizite vorhanden. Die Jakob Müller AG - Komplettanbieterin für die Schmaltextilien-Branche – stellt nun auch Lösungen für eine Automatisierung oder Teilautomatisierung von Aufmachungsprozessen aller Art vor. Damit ist es möglich, die vom Kunden gewünschte Aufmachungsform wirtschaftlich zu realisieren.
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Emblem- und Abzeichenstickerei auf Berufsbekleidung - steigende Anforderungen an moderne Maschinenstickgarne"
Als international etablierter Hersteller von Nähgarnen ist die Amann & Söhne GmbH & Co. auch seit vielen Jahren dank der Ackermann Stickgarne einer der führenden Anbieter von Maschinenstickgarnen. Noch bis vor wenigen Jahren wurde das gesamte Stickereigeschäft vom Einsatz der Baumwoll- und Kunstseide-Maschinenstickgarne geprägt.
Pailletten- und Soutache-Boom
Der Paillettenboom geht über die ganze Welt. Sei es traditionelle Kleidung in Indien oder Afrika, modische Kleidung in den westlichen Ländern oder auch Lingerie und zum Teil sogar Heimtextilien, Pailletten werten Stickereien nochmals auf.
Hohe Funktionsflexibilität von c_change™ wissenschaftlich bestätigt - Tests in der ersten Doppelklimakammer der Welt beweisen die aktive Vielseitigkeit
Dagmar Signer, Schoeller Textil AG, Sevelen, CH
„Open when warm, shot when cold”: Die von Schoeller Switzerland weiterentwickelte c_change™-Membrantechnologie hat eine hohe Wasser- und Winddichtigkeit. Zudem zeichnet sie sich durch aktive Anpassung an die Bedingungen, eine herausragende Atmungsaktivität bzw. flexible Isolationswerte aus und sorgt so für Klimakomfort. Diese smarte Performance und das adaptive Verhalten von c_change™ können nun erstmals in Labortests genau erfasst werden. Schoeller nutzt dazu die von der EMPA in Sankt Gallen (Schweizer Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologie*) vor kurzem entwickelte Doppelklimakammer-Messmethode. Hier können vielfältige und sehr praxisnahe Situationen simuliert werden.
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Weltweit erstes Qualitätslabel für Nanotextilien unterstreicht:
NanoSphere® zeigt Top-Performance und Beständigkeit
„Nano oder nicht Nano?“ Der Begriff „Nano“ boomt und Hersteller, Händler und Verbraucher sind zunehmend verunsichert. Hier eine Hose für 200 Euro, dort ein Spray für 3 Euro 50. Welches sind „echte“ Nanotechnologie-Produkte und wo sind die Nano-Marketing-Erfindungen? Was „kann“ eine Nanotextilie und welche Werte darf man erwarten? Seit letztem Herbst untersuchen die unabhängigen Hohensteiner Institute in Deutschland Nanotextilien auf Echtheit und Gebrauchseignung im Alltag. Mit dem „Nano-Label“ bieten sie das weltweit erste Prüfsiegel für Nanotextilien an. Damit werden die „echten“ Nanoprodukte transparent und die Verbraucher wie auch die Handelspartner und Konfektionäre erkennen an diesem Label, welchem Produkt sie vertrauen können. Schoeller Switzerland hat NanoSphere® testen lassen und dieses hat als erstes Produkt überhaupt alle Tests bestanden. Und das durchgängig mit Spitzenwerten.
50 Jahre Trevira
Steffi Bobrowski, Trevira GmbH, Hattersheim, D
Die Marke Trevira startete mit einem linguistischen Irrtum und genau genommen lange vor 1956, dem Jahr ihrer erstmaligen Verwendung als Polyesterfasermarke. Der Eintrag „Trevira” im Warenzeichenregister war nämlich bereits 1932 auf Veranlassung des Werksleiters Adolf Kämpf der damaligen Kunstseidenfabrik in Bobingen bei Augsburg erfolgt. Professor Paul Schlack, von 1946 - 1947 selbst Werksleiter in Bobingen, erinnert sich: „Kämpf wollte das Warenzeichen vom lateinischen Namen der Stadt Augsburg ableiten, doch der lautete nicht Augusta Treverorum, wie er glaubte (das ist nämlich Trier), sondern Augusta Vindelicorum.” Der Irrtum klärte sich, doch die Marke blieb - in wechselnder Verwendung oder zeitweise ungenutzt, bis sie von Schlack Anfang der 50er Jahre im Zuge der Freigabe von „Altwarenzeichen” für das Werk in Bobingen beansprucht wurde und schließlich 1956 der neuen Polyesterfaser von Hoechst einen Namen gab.
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