Es gibt wohl kaum noch eine Frau, die ihre Fingernägel noch nicht durch einen Profi hat verschönern lassen. Das Nageldesign hat sich wirklich zum Modetrend gemausert. Dabei hält dieser Trend aber schon einige Jahre an. Neu ist jedoch, dass immer wieder andere Möglichkeiten genutzt werden, um die Nägel zu verschönern. Da gibt es nicht mehr einfach nur den Lack, der auf künstliche Fingernägel aufgebracht wird. Inzwischen werden Nägel mit Strasssteinchen verziert, es wird Glitter eingesetzt und es werden kunstvolle Muster aufgemalt.

Dabei können sogar kleine Bilder entstehen, die wahre Kunstwerke sind. Für den Nageldesigner bedeutet das auf der einen Seite eine immer neue Herausforderung, auf der anderen Seite eine Chance, die eigene künstlerische Ader auszuleben. Natürlich kann sich jeder mit Nageldesign beschäftigen und selbst Verschönerungen an Finger- oder Fußnägeln entwerfen und vornehmen. Einfache Verschönerungen sind schnell umgesetzt, doch wirklich kunstvolle Verzierungen sind allein nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Wer kann schon als Rechtshänder/in mit der linken Hand besonders feine Arbeiten an seinen Nägeln vornehmen? Hierfür braucht es eine ruhige Hand und viel Geschick.

Für viele Frauen bietet sich über die Beschäftigung mit Nageldesign als Hobby mit der Zeit auch die Gelegenheit für Nebeneinkünfte oder zur beruflichen Selbstständigkeit. Der Weg zur professionellen Naildesignerin beginnt in der Regel mit einem Fernlehrgang, mit dem bereits vorhandene Kentnisse abgerundet und vervollständigt werden. Solche Fernstudiengänge dauern im Schnitt 1-3 Monate und bieten neben Lehrbüchern, Videos und Übungsmaterial auch Abschlusszertifikate, die bei der anschliessenden Arbeitssuche in der Regel sehr behilflich sind. Nagelstudios zahlen guten Nageldesigner/innen Bruttogehälter zwischen 1000 und 2500 Euro.

Selbständige Naildesigner/innen können auch deutlich mehr verdienen, zumal hierzu nicht einmal ein eigener Salon dringend erforderlich ist. Volle ausgestattete mobile Nagelstudios ermöglichen es heute, Nageldesign und Nagelpflege Dienstleistungen direkt bei den Kundinnen daheim anzubieten und so einen echten Wettbewerbsvorteil zu gewinnen. Bei aller Begeisterung sollten angehende Naildesigner/innen aber nicht vergessen, sich vor dem Schritt in die Selbstständigkeit von einem Steuerfachmann beraten lassen. Wer zB. vorhat, seine Dienste auch im grenznahen Ausland anzubieten, sollte über die entprechende Regeln (zb. Berechnung der Mehrwertsteuer; auch Formalitäten für Grenzgänger, siehe z.B. hier im Falle der Schweiz) ausreichend informiert sein. Auch die für einen gelungenen Start nötigen Investitionen sollten in Ruhe bedacht werden.

Dass ein mobiles Nagelstudio professionell ausgestattet sein muss, ist klar. Nagel-Kunstwerke bekommt niemand hin, der einfach nur mit der Feile etwas erreichen möchte und vielleicht einen Nailpen besitzt. Die Kunst beginnt bereits beim Feilen der Nägel, denn sie müssen zum einen die gewünschte Form bekommen, zum anderen aber so glatt sein, dass nirgends eine Kante oder Spitze vorhanden ist. Beim Feilen fällt natürlich Staub an, der aber der Gesundheit nicht gerade zuträglich ist. Spezielle Staubabsaugungen verhindern eine gesundheitliche Beeinträchtigung. Ähnlich wie bei einem Staubsauger kann der Beutel gewechselt werden und das Gerät steht so immer wieder zur Verfügung.

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